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Johannesburg - die größte Stadt Südafrikas |
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Die Entdeckung von zahlreichen Bodenschätzen in der Provinz Gauteng und der daraus resultierenden Ansiedlung
vieler Gold- und Diamantsuchenden im 19. Jahrhundert war der Startschuss zur Entwicklung von Johannesburg. Aus der anfänglichen Zeltstadt mit ca. 2.000 Goldsuchern beherbergt die Stadt heute
mehr als 2 Mio. Menschen. In Zeiten der Arpartheit entstanden am Rand der Stadt zahlreiche Townships, in denen meist ausländische und nicht weissfarbige Menschen untergebracht wurden. Ziel
war es unter anderem den vielen Minenarbeitern trotz ihrer Armut Unterkunftsmöglichkeiten in der Nähe von Goldminen zu geben. Aufgrund der sozialen und kulturellen Probleme gab es nach der
Urbanisierung viele Probleme, die sich auch heute noch in der hohen Kriminalität in und um Joh´burg niederschlägt. Für uns Europäer erscheinen die Townships als große Lager, in denen
man auf der einen Seite den Leuten eine neue Chance für ein besseres Leben geben könnte, aber sie auch relativ gut unter Kontrolle hat. Manchmal erinnern mich die Townships gerade in der
Nacht, an große beleuchtete Arbeitslager. Aufgrund der hohen Kriminalität sollte auch kein Tourist allein weder nachts noch tagsüber ein Township besuchen. Aufgrund zahlreiche Übergriffe
auf Einwohner und Touristen verlassen viele Firmen und Hotels zunehmend die Stadt. Die Innenstadt droht sogar zu verwaisen. Wir vermeiden es sogar, von der Autobahn abzufahren, da die Gefahr
gehijackt zu werden, sehr groß ist.
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Insgesamt ist Joh´burg nicht so konservativ wie die Landeshauptstadt Pretoria. Fans von Vergnügungsparks
können das im Süden befindliche Gold Reef City besuchen. Der Park bietet nicht nur die Möglichkeit, jede Menge Karussells zu fahren, sondern zeigt dem Besucher im Museumsteil des Parks das
Leben in der alten guten Goldgräberzeit. Im Süden von Joh´burg lohnt es sich auf jeden Fall, das neu eröffnete Arpartheitmuseum zu besuchen. Der Veranstaltungsort bietet nicht nur
Wissenswertes aus der südafrikanischen Vergangenheit und Entwicklung, sondern zeigt auch die künstlerische Bewältigung der Arpartheitprobleme des Landes. Für alle, die das Land Südafrika
mit seinen Problemen verstehen möchten, ist der Besuch ein Muss. Insgesamt bietet die Stadt ausgenommen der Kriminalität recht wenig. Hoffen wir nur, dass wir später einmal die
gefährlichste Stadt der Welt ohne großen Schaden näher kennenlernen können.
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